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Hallo, liebe Handballfreunde!

Herzlich willkommen in der Stormarnhalle zum letzten Punktspiel des VfL Oldesloe in der 2. Bundesliga. Gern würde ich schreiben, in dieser Saison - es gibt leider keine neue für unsere Mannschaft in dieser Spielklasse. Begrüßen möchte ich auch unsere Gäste der SG Niederndodeleben und ihre Fans und Begleiter.

Jetzt ist fast alles vorbei, ich denke, ich sage nichts Falsches, endlich alles vorbei. Aber nur unter solchen Umständen. Der VfL verliert seine Spiele in Jürgen DornGrößenordnungen, die undenkbar waren in den letzten Jahren,  die Spielerinnen tun einem richtig leid. Einige Herren der Presse hauen trotzdem immer noch oben drauf: „Aus der Halle gefegt“ und es geht nur noch darum, ob der VfL einmal wieder ein Rekordergebnis im negativen Sinne erreicht hat. Der eigentliche Skandal ist längst vom Winde verweht. Wo blieben die kritischen Hinterfragungen oder habe ich es nur übersehen? Die OSM hat Konkurs angemeldet, war es mehr als einen Zweizeiler wert? Der VfL hat etwas verloren, was vielleicht nie wieder nach Bad Oldesloe kommen wird. Eine sportliche Attraktion, Leistungshandball über Jahre hinweg. Viele Zuschauer begreifen erst jetzt, was die Mannschaft wirklich gebracht hat, begreifen es, nachdem die Spielerinnen den Verein verlassen und durch die zweite Mannschaft vertreten wurde.

Die Mannschaft hat Bad Oldesloe überregional bekannt gemacht - im positiven Sinne, heute wird sie nur noch belächelt. Und das hat sie nicht verdient. Verschiedene Leute haben enormen Mist gemacht. Der VfL Oldesloe hat seine bestellten Bundesligabeauftragten nicht kontrolliert, es gibt seit drei Jahren keine Bilanz!!! Die OSM war fachlich gar nicht in der Lage, einen solchen Betrieb zu leiten und zu organisieren. Fakt ist, das seit dem Weggang von Claus Schilk alles in den Händen von Jürgen Dorn und Holger Orlowski lag. Fakt ist weiter, das der Manager Koslowski alles Geld dieser Saison bereits vor dem ersten Spieltag ausgegeben hatte. Die OSM war diesem Menschen hörig, der nur durch sein arrogantes Auftreten bestach, fachlich - das Ergebnis spricht für sich. Der VfL hat massiv in den Abstiegskampf eingegriffen. Marne und Peine hatten leichtes Spiel, Kiel und Wambeln mußten "leider" noch gegen ein intaktes VfL-Team antreten und hatten keine Chance. So etwas wird auch als Wettbewerbsverzerrung gesehen im Lande. Vielleicht wäre es besser gewesen, das Team im Dezember zurückzuziehen. Die Spielerinnen hätten alle eine Chance gehabt, zu einem anderen Verein zu wechseln, es wären nicht so viele Schulden gemacht und man hätte genügend Zeit gehabt, eine schlagfertige Truppe für die Regionalliga zusammenzustellen.

Ist aber nicht! Und so begann die Zeit der Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Einige Spielerinnen zogen sich zurück, einige verletzten sich sehr schwer und die beiden verbliebenen Spielerinnen werden auch noch diffamiert von Trainern des eigenen Vereins. Peinlicher geht es wirklich nicht. Von der OSM habe ich nichts gehört, kein Statement, keine Entschuldigung, ich habe manchmal das Gefühl, denen ist immer noch nicht klar, welchen Mist sie verzapft haben.

FanclubTraurig bleiben am Ende nur die Fans zurück. Die leiden wirklich unter dieser Situation. Gerade im Laufe dieser Saison hatte man sich zusammengerauft, vieles in der Organisation verbessert. Der Fanclub ist auch bei all diesen vernichtenden Niederlagen dabei, sie lassen sich nicht unterkriegen und bleiben wohl auch dabei, sollte es eine Oberligatruppe geben.

Ich hatte es schon früher einmal geschrieben, es ist auch ein schwerer Schlag für die Jugendarbeit. Den Kindern fehlen die Idole im eigenen Verein, die zweifellos vorhanden waren. Unser heutiger Gegner hat eine phantastische Jugendarbeit beim SC Magdeburg, da gibt es Ziele zu verfolgen, da wird auf Jugend gebaut. Ich habe versucht, in dieser Saison etwas für die Jugend zu tun, es ist auch fast so gelungen wie ich es mir gewünscht habe. Die OSM hat mich für diese Aktion madig gemacht, für diese Herren habe ich nur Geld von der Bundesligamannschaft abgezweigt, ein alkoholkranker Mensch hat mich am vergangenen Samstag sogar dafür verantwortlich gemacht, daß die OSM in Konkurs gehen mußte!! Aber wir kennen unsere Spezies und da ist nichts mehr zu sagen. Sie tun mir nicht einmal mehr leid.

Aber wir haben tolle Sponsoren. Ich danke noch einmal all denen, die mein Jugendprojekt unterstützt haben. Es sind Unser Hausmeisterehepaar Raapteilweise die Sponsoren, die auch in der kritischen Zeit positiv zum VfL gestanden haben. Vor einigen Personen habe ich wirklich Respekt, es war eine ganz tolle Zusammenarbeit, gerade in dieser Zeit. In diesen Gesprächen habe ich eine Menge hinzugelernt. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei Thomas Ernst von der Zsuzsa NyariFirma August Ernst, bei Rolf Körting von Plaza in Kiel für seine tollen Ideen und den tatkräftigen Einsatz, ebenso bei Holger Kellenbenz, Warenhausleiter bei Plaza in Bad Oldesloe für das tolle Engagement in den letzten Monaten, den Fans hat das Bier geschmeckt. Und bei Delikatessen-Peters für die tolle Verpflegung bei allen Auswärtsspielen, Dank an Herrn Harder und die Küche. Dank auch an Hass und Hatje, die weiter zu uns gestanden haben und auch an Glaxo Welcome, die ebenfalls ihre weitere Unterstützung avisiert haben. Wenige habe das Engagement aufgekündigt. Man kann es keinem Partner übelnehmen, der die Zusammenarbeit nach diesen Vorfällen beendet. Doch die Aussage war real, ein Budget für eine neue Saison war vorhanden, sie wäre finanzierbar gewesen.

Zur Zeit wartet alles auf die Lizenzen. Der VfL wird keine erhalten und versuchen, eine Mannschaft für die Oberliga Schleswig-Holstein zu bilden und zu melden. Es steht noch die Entscheidung aus, ob Zsuzsa als Trainerin bleibt; es sind noch viele Fragen offen.

Heute werden einige Spielerinnen verabschiedet. Bedanken wir uns für den Einsatz, gerade in den letzten Wochen, sie haben mehr für den VfL geleistet als manch andere Person, die hier im Rampenlicht steht. Ich wiederhole meine Bitte aus dem letzten Heimspiel, unterstützen Sie das Team, es wird keine Chance haben im heutigen Spiel, aber es hat auch keine Pfiffe verdient.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen und denken Sie immer daran, der VfL hatte fast acht Jahre eine Spitzenmannschaft in der 2. Liga, bis drei Herren alles kaputt gemacht haben, die Spielerinnen trifft wirklich keine Schuld am Untergang dieser Mannschaft.

Peter Stäcker

Quelle: Handball-Echo - Ausgabe 13 zum letzten Punktspiel gegen Niederndodeleben

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